📖 Regeln & Varianten
Grundregel: ein Dilemma, zwei gleichwertige Optionen, kein Dazwischen. „Beides“ und „keins von beidem“ sind nicht erlaubt – erst der Zwang zur Entscheidung macht die Frage zum Dilemma. Die Seite mit weniger Stimmen ist die Minderheit und macht das, was ihr am Anfang vereinbart habt: begründen, eine Strafe ziehen oder einen Schluck trinken. Bei Gleichstand sind beide Seiten Minderheit, bei Einstimmigkeit ist es niemand – und der Bildschirm sagt das jedes Mal ausdrücklich, damit niemand am Tisch selbst Hände zählen muss.
Zwei Modi: „Handzeichen“ ist die Voreinstellung und funktioniert mit beliebig vielen Leuten – ein Handy liegt in der Tischmitte oder hängt am Fernseher, und wer vorliest, tippt pro erhobene Hand einmal auf eine Karte, höchstens 50 Stimmen pro Seite. „Geheim wählen“ passt für 2–8 Personen: Das Handy wandert reihum, jede Wahl ist sofort unsichtbar, die Leiste zeigt nur „gewählt“ oder „offen“ und nie eine Richtung, und aufgedeckt wird erst, wenn die letzte Person drin ist. Große Runde also Handzeichen, kleine Runde geheim – das gemeinsame Aufdecken ist der eigentliche Reiz.
Die drei Stufen sind danach benannt, wer im Raum sitzt, nicht danach, wie heikel sie sind. „Für alle“ mit 120 Fragen lässt Beziehungsvergangenheit, Geldbeträge, Körper und Gehalt komplett weg und passt damit in Schulklasse, Firmenfeier und an den Familientisch. „Unter Freunden“ mit 80 Fragen bringt peinliche Situationen, Arbeitsfrust und Beziehungsthemen dazu. „Schwer zu beantworten“ mit 40 Fragen sind harte moralische Abwägungen und Entscheidungen aus dem Erwachsenenleben; diese Stufe ist ab Werk gesperrt, braucht die Zustimmung aller Anwesenden und lässt sich jederzeit wieder verlassen.
Nichts wiederholt sich: Alle 240 Fragen werden ohne Zurücklegen gezogen, oben steht immer, wie viele in dieser Stufe noch übrig sind, und der Stand bleibt über Sitzungen hinweg erhalten – schließt den Tab für eine Woche und ihr macht genau dort weiter. Ist eine Stufe leer, kommt kein stilles Neuanfangen, sondern drei Auswege: Stufe wechseln, neu mischen oder direkt zur Auswertung. Zu jeder Frage aus „Hauptgang“ und „Zündstoff“ gehört je ein Argument für beide Seiten, das ihr nach dem Aufdecken aufklappen könnt, wenn die Runde einen Anstoß braucht.
Varianten und Grenzen, alles Schalter auf dem Bildschirm statt mündlicher Absprachen: Die Rundenlänge ist ohne Limit oder 5, 10 beziehungsweise 15 Fragen und endet dann in einer Auswertung mit „eigener Kopf des Abends“, „liest die Runde am besten“, der strittigsten und der einigsten Frage sowie der durchschnittlichen Uneinigkeit. Der 3-2-1-Countdown lässt sich abschalten, wenn es schnell gehen muss. „Überspringen“ steht gleichberechtigt neben „Aufdecken“: Eine übersprungene Frage zählt nicht für die kurze Runde, taucht aber auch nie wieder auf. Nach dem Aufdecken sind die Stimmen gesperrt, beide Karten und beide Minus-Knöpfe reagieren nicht mehr, das Ergebnis lässt sich nicht nachträglich ändern. Die Titel am Ende sind ein Spaß und kein Urteil.
❓ Häufige Fragen
Wie spielt man Entweder oder?
Eine Frage stellt zwei Optionen gegenüber, alle entscheiden sich gleichzeitig für eine Seite, und die kleinere Seite ist die Minderheit. Hier übernimmt das Handy das Zählen: pro erhobene Hand einmal auf die Karte tippen, „Aufdecken“ drücken, und der Bildschirm benennt Minderheit, Gleichstand oder Einstimmigkeit. Mit Handzeichen ist jede Gruppengröße möglich, geheim spielen 2–8 Personen, und allein lässt sich die Seite einfach als Fragenstapel nutzen.
Welche Entweder-oder-Fragen kann man stellen?
Die guten Fragen geben beiden Seiten eine echte Verteidigung und stellen eine konkrete Situation her statt einer Geschmacksfrage. Dieser Stapel enthält 240 eigene Dilemmas, zum Beispiel „eine alte Wohnung fünf Minuten vom Job oder eine neue Wohnung mit einer Stunde Pendelei“ oder „zwei Stunden mehr am Tag, aber immer um fünf aufstehen“. Zu jeder Frage aus „Hauptgang“ und „Zündstoff“ gehört je ein Argument pro Seite, das ihr nach der Abstimmung aufklappen könnt.
Was sind schwere Entweder-oder-Fragen?
Schwer ist eine Frage dann, wenn beide Wege etwas kosten: harte moralische Abwägungen und Entscheidungen aus dem Erwachsenenleben statt Fantasie-Superkräfte. Die Stufe „Schwer zu beantworten“ enthält 40 davon und ist ab Werk gesperrt, weil sie nur mit Leuten funktioniert, die sich nah sind. Zum Freischalten müssen alle Anwesenden zustimmen, und ihr könnt jederzeit wieder auf eine harmlosere Stufe zurück.
Was gilt bei Gleichstand?
Bei Gleichstand sind beide Seiten Minderheit: Beide Karten leuchten auf, beide bekommen einen Stempel, und die Zeile darunter sagt, dass es genau in der Mitte steht – also tragen beide Seiten die vereinbarte Folge. Sind alle einer Meinung, leuchtet keine Karte, und es steht ausdrücklich da, dass es keine Minderheit gibt. Bei nur einer abstimmenden Person wird gar nichts gewertet, und diese Frage zählt auch nicht in die durchschnittliche Uneinigkeit der Runde.
Welche Entweder-oder-Fragen passen für Paare?
Wechselt auf „Unter Freunden“: Dort stecken 16 Beziehungsdilemmas, die nach Abwägungen fragen statt nach der Vergangenheit – „jemand, der dich versteht, oder jemand, der dich verwöhnt“ oder „drei Jahre Fernbeziehung mit sicherem Ende oder täglich zusammen ohne jede Sicherheit“. Zu zweit ist die geheime Abstimmung der bessere Modus: Beide wählen verdeckt und decken gemeinsam auf, und das zeigt die ehrliche Antwort öfter als das laute Aussprechen.
Welche Fragen passen für Firmenfeier oder Schulklasse?
Bleibt bei der Voreinstellung „Für alle“: Alle 120 Fragen lassen Beziehungsvergangenheit, Geldbeträge, Körper und Gehalt weg und fragen nach Vorlieben statt nach Erlebtem, also muss niemand etwas Privates preisgeben. Die ersten beiden Fragen einer Runde sind immer Aufwärmer, damit die Hände erst einmal locker hochgehen. Fragen, bei denen alle gleich abstimmen, überspringt ihr einfach – die funktionieren an diesem Tisch nicht. In großen Runden nehmt ihr Handzeichen und werft die Seite auf den Bildschirm; die Schrift ist auch aus einem halben Meter Entfernung lesbar.
Was ist der Unterschied zwischen Entweder oder und Wahrheit oder Pflicht?
Bei „Entweder oder“ bekommt der ganze Tisch gleichzeitig dasselbe Dilemma – niemand wird einzeln drangenommen und niemand muss etwas vorführen, deshalb funktioniert es schon mit Leuten, die sich gerade erst kennengelernt haben. Bei „Wahrheit oder Pflicht“ wird eine Person gezogen und muss sich zwischen Antwort und Aufgabe entscheiden. Der Reiz liegt hier im Moment des Aufdeckens und der Diskussion danach; wer eine Strafe dranhängen will, springt von der Auswertung direkt zum Strafrad.
Kann man Entweder oder alleine spielen?
Ja, und das ist ein üblicher Weg, die Seite zu nutzen: Dilemma lesen, eine Seite wählen, aufdecken – der Bildschirm nimmt dann den Einzelweg, kürt keine Minderheit und klappt sofort beide Argumente auf, damit ihr seht, ob die Gegenseite euch umstimmt. Diese Fragen zählen trotzdem für den Stapel, ihr trefft sie also später in der Gruppe nicht noch einmal. Für Warteschlange, Bahnfahrt oder abends im Bett sind ein Dutzend Fragen genau richtig.
Welche Strafe eignet sich für die Minderheit?
Die Einstellungen bieten drei an, und alle drei ändern nur den Wortlaut, nie die Wertung. „Begründen“ ist die Voreinstellung: 30 Sekunden, um die Runde zu überzeugen, auf Wunsch mit Diskussions-Timer. „Strafe ziehen“ blendet nach jedem Aufdecken einen Link zum Strafrad ein. „Schluck trinken“ geht erst nach einer Altersbestätigung an und stellt einen dauerhaften Alkoholhinweis auf die Seite.
⚠️ Diese Seite hat einen optionalen Schluck-Modus; wenn ihr ihn einschaltet, stellt sicher, dass alle Anwesenden das gesetzliche Mindestalter für Alkohol erreicht haben. Nichts für Minderjährige, trinkt verantwortungsvoll. Die Fragen dienen nur der guten Laune und sind kein Urteil über irgendjemanden – bleibt fair und freundlich miteinander.