📖 Regeln & Varianten
Personenzahl und Dauer: Ab 3 Personen, am rundesten läuft es mit 4–12, das Maximum sind 16. Zu zweit geht es nicht, denn dann rät nur eine Person und das ist ein Münzwurf. Standardmäßig erzählt jede Person genau einmal; in den Einstellungen könnt ihr auf zwei Runden pro Person stellen. Pro Erzählrunde rechnet ihr 1,5–2 Minuten, acht Leute brauchen also etwa 12–16 Minuten – der Einstellungsbildschirm zeigt die Spanne live nach Personen und Runden an, damit die Moderation den Ablauf planen kann. Erzählt wird der Namensliste nach; sind alle durch, kommt die Endwertung, und von dort könnt ihr mit „Runde dranhängen“ weiterspielen, ohne die Punkte zu verlieren.
Ablauf einer Runde: Der Erzähler sagt drei Sätze über sich, zwei wahr, einer erfunden, und muss danach auf dem Schirm markieren, welcher gelogen war – erst dann geht es ans Raten. Die Ratenden bekommen das Handy nacheinander, jede Person sperrt genau einmal ihre Auswahl, danach deckt sich der Schirm sofort zu und zeigt nie, ob es stimmte. Erst wenn der Erzähler auf „Gemeinsam auflösen“ tippt, wird alles gleichzeitig umgedreht. Diese Trennung von Tippen und Auflösen ist Absicht: Sonst laufen die Späteren einfach der Reaktion der Früheren hinterher. Wenn das Weiterreichen bei großen Runden zu lange dauert, schaltet auf „Schnell (Handzeichen)“ um – dann klickt der Erzähler alle Stimmen auf einem Schirm durch, was schneller geht, aber von den Umsitzenden gesehen wird.
Punkte: Wer die erfundene Aussage findet, bekommt 10 Punkte. Beim n-ten Treffer in Folge kommen (n−1)×2 Punkte dazu, höchstens 10 pro Runde; ein Fehlgriff oder Passen setzt die Serie zurück. Der Erzähler bekommt 5 Punkte pro getäuschter Person, und wer alle gültigen Ratenden hereinlegt – mindestens zwei müssen es sein – bekommt zusätzlich 10 Punkte für die perfekte Lüge. Wer passt, bekommt keine Punkte und zählt in keinem Nenner mit; passen in einer Runde alle, wird sie gar nicht gewertet.
Titel und Gleichstand: Am Ende gibt es zwei Titel – „Beste Lüge“ nach Täuschungsquote (getäuschte Personen ÷ gültige Ratende in den eigenen Runden) und „Beste Spürnase“ nach Trefferquote (Treffer ÷ gültige Tipps). Beide zeigen immer Zähler und Nenner. Bei gleicher Quote gewinnt der größere Nenner, weil mehr Fälle aussagekräftiger sind; unter drei Fällen wird kein Titel vergeben, dort steht „zu wenig Fälle“. Punktgleiche Personen teilen sich den Platz, und die Nummerierung überspringt nichts (1, 1, 3).
Hausregeln und Varianten: Drei Sachen funktionieren fast immer – erstens eine Minute offen diskutieren, bevor alle tippen, das macht mehr Stimmung; zweitens darf der Erzähler seine Runde an die nächste Person abgeben, wenn ihm partout nichts einfällt; drittens teilt ihr euch ab 12 Leuten in zwei Gruppen mit je einer Runde und vergleicht danach die Tabellen (der zufällige Gruppengenerator auf dieser Seite übernimmt das Aufteilen). Die Themen gibt es in vier Stufen: Firma und Team, Schule und Uni, Freunde und Party sowie vertraute Runde. Die letzte geht deutlich mehr ins Private, ist ab Werk gesperrt und braucht die Zustimmung aller.
Tipps fürs Lügen: Die Lüge muss unauffällig sein, die Wahrheiten dürfen verrückt sein – die meisten machen es beim ersten Mal umgekehrt, erfinden den spektakulärsten Satz und fliegen sofort auf. Am sichersten nimmst du eine echte Geschichte und änderst genau eine Sache: Zeitpunkt, Ort oder eine Zahl. Halte alle drei Sätze gleich lang und im gleichen Ton und erkläre hinterher nichts von selbst – der Satz mit der längsten Erklärung ist immer der verdächtigste. Und erfinde nichts, was sich am Tisch sofort nachprüfen lässt, sonst sollst du es gleich vorführen.
❓ Häufige Fragen
Wie spielt man Zwei Wahrheiten, eine Lüge?
Reihum sagt jede Person drei Sätze über sich – zwei stimmen, einer ist erfunden – und die anderen raten, welcher gelogen war. Auf dieser Seite läuft es so: Der Erzähler sagt die drei Sätze laut und markiert heimlich die Lüge, das Handy geht einmal herum und alle sperren ihre Auswahl unsichtbar, danach wird gemeinsam aufgelöst und automatisch gewertet. Wenn alle einmal erzählt haben, kommt die Endwertung mit den Titeln für die beste Lüge und die beste Spürnase.
Wie viele Personen braucht man für Zwei Wahrheiten, eine Lüge?
Mindestens drei, ausgewogen wird es mit 4–12, hier gehen bis zu 16. Die Grenze liegt bei drei, weil zu zweit nur eine Person rät: Die Trefferquote ist dann ein Münzwurf, es gibt keine Spannung und keine sinnvolle Statistik. Ab etwa 12 Leuten teilt ihr besser in zwei Gruppen, spielt parallel je eine Runde und vergleicht danach die Tabellen – acht Personen brauchen rund 12–16 Minuten, zwei Gruppen kosten also keine Extrazeit.
Zwei Wahrheiten, eine Lüge: welche Ideen nimmt man, wenn einem nichts einfällt?
Wenn du dran bist, legt die Seite dir drei Ideenkarten hin, und „Neue Karten“ geht beliebig oft. Auf den Karten stehen Rahmen wie „Nenne ein Hobby, das hier niemand erraten würde“ oder „Erzähl von einer skurrilen Situation auf dem Arbeitsweg“ – 78 alltagstaugliche Themen verteilt auf Firma und Team, Schule und Uni sowie Freunde und Party. Die Karten liefern absichtlich keinen fertigen Satz: Du füllst den Rahmen mit deiner eigenen Geschichte, dann klingt es auch nach dir.
Zwei Wahrheiten, eine Lüge: Beispiele für gute Sätze?
Ein typisches Trio: „Ich habe ein Jahr lang Nachtschicht an einer Tankstelle gearbeitet“, „Ich kann alle 16 Bundesländer mit Hauptstadt aufsagen“, „Ich hatte mal eine Schildkröte namens Latte“. Erfunden ist der zweite Satz – und genau deshalb ist er schlecht gewählt: Er lässt sich am Tisch sofort überprüfen, du wirst es vorführen sollen und fliegst auf. Auf der Startseite liegen ein paar solcher Beispielrunden zum Antippen bereit, ganz ohne Einstellungen.
Wie erfindet man eine Lüge, die keiner errät?
Der häufigste Anfängerfehler: Der spektakulärste der drei Sätze ist der erfundene. Alle rechnen damit, dass die Lüge die verrückteste Geschichte ist, und tippen genau darauf. Zwei weitere Klassiker: alle drei Sätze aus derselben Lebensphase nehmen, dann verrät die Zeitleiste die Lüge; und hinterher ungefragt Details zu einem Satz nachschieben, denn der meisterklärte Satz wirkt am verdächtigsten. Andersherum wird es sicher – die Lüge unauffällig, die Wahrheiten verrückt, und an einer echten Geschichte nur Zeitpunkt, Ort oder eine Zahl ändern.
Welche Themen passen für Firmenfeier und Vorstellungsrunde?
Lasst Gesundheit und Arztbesuche, Gehalt und Schulden, Religion und politische Haltung, Beziehungsleben sowie Urteile über anwesende Kolleginnen und Kollegen weg – nicht weil das langweilig wäre, sondern weil dabei niemand elegant aus der Sache herauskommt. Die Stufe „Firma und Team“ hat all das schon aussortiert und fragt nur nach Hobbys, Erlebnissen, Angewohnheiten und Pannen. Die vertraute Runde ist ab Werk gesperrt und geht erst auf, wenn alle im Raum zustimmen.
Wie werden bei Zwei Wahrheiten, eine Lüge die Punkte gezählt?
Ein Treffer bringt 10 Punkte, der Erzähler bekommt 5 Punkte pro getäuschter Person, und die höchste Gesamtpunktzahl gewinnt. Im Detail: Beim n-ten Treffer in Folge kommen (n−1)×2 Punkte dazu, höchstens 10 pro Runde; wer alle gültigen Ratenden hereinlegt und dabei mindestens zwei erwischt, bekommt 10 Extrapunkte für die perfekte Lüge; wer passt, sammelt nichts und zählt in keinem Nenner mit. Neben der Punktzahl gibt es die Titel für Täuschungs- und Trefferquote, beide mit Zähler und Nenner und erst ab drei Fällen.
Wie lange dauert Zwei Wahrheiten, eine Lüge im Team?
Rechnet 1,5–2 Minuten pro Erzählrunde: Acht Personen mit je einer Runde dauern etwa 12–16 Minuten, mit Regelerklärung plant ihr am besten 20 Minuten ein. Der Einstellungsbildschirm zeigt die Spanne passend zu Personenzahl und Runden an, die Moderation kann sie direkt in den Ablaufplan übernehmen. Unter 10 Minuten kommt ihr mit dem Modus „Schnell (Handzeichen)“, weil das Weiterreichen entfällt; auf eine halbe Stunde streckt ihr das Spiel mit zwei Runden pro Person oder mit „Runde dranhängen“ nach der Wertung, wobei die Punkte weiterlaufen.
Was heißt two truths and a lie auf Deutsch?
Im Deutschen heißt das Spiel „Zwei Wahrheiten, eine Lüge“, oft auch kurz „2 Wahrheiten 1 Lüge“; die Regeln sind identisch. Jede Person sagt drei Sätze über sich, zwei wahr, einer erfunden, der Rest rät. Unterschiedlich ist nur die Wertung: In der englischsprachigen Urfassung wird meist nur mündlich geraten und weitergemacht, hier zählt die Seite mit – Treffer, getäuschte Personen und die perfekte Lüge – und vergibt am Ende zwei Titel. Als Kennenlernspiel läuft es im Onboarding genauso wie beim Teamtag oder in der ersten Uni-Woche.
Was ist der Unterschied zu Wahrheit oder Pflicht?
Bei Wahrheit oder Pflicht wird eine Person gezogen und muss antworten oder eine Aufgabe erfüllen – es geht darum, wie viel man sich traut. Hier erzählt jede Person von sich aus drei Sätze und der Rest urteilt – es geht darum, wie gut man etwas verstecken kann. Das eine ist aufregender, rutscht aber leicht über Grenzen; das andere ist von Haus aus harmlos und jede Person wird einmal in Ruhe angehört, deshalb passt es besser zum Kennenlernen und zur Vorstellungsrunde. Wer Strafen dranhängen will, nimmt zusätzlich das Strafrad.
⚠️ Dieses Spiel wird offline in einer Runde am selben Tisch gespielt, die Themen dienen nur der Unterhaltung; die Stufe „vertraute Runde“ geht mehr ins Private, ist ab Werk gesperrt und sollte erst nach Zustimmung aller Anwesenden freigeschaltet werden.